Risiko Reports

Die Reihe Risiko Report, gefördert von der Funk Stiftung, klärt durch neue wissenschaftliche Analysetechnik vor politischen Risiken, deren Auswirkungen und möglichen Veränderungen in insgesamt 25 Ländern auf. Durch die Untersuchung der wichtigsten Konfliktlinien sowie die Bestimmung und Einordnung der zentralen Akteure und kritischer zukünftiger Ereignisse wird gezeigt, welche Veränderungen im Land drohen. Zudem werden – vor dem Hintergrund unternehmerischer Entscheidungen über Direktinvestitionen oder Handelsgeschäfte – die entsprechenden Auswirkungen auf die Attraktivität der ausländischen Standorte aufgezeigt.
Eine besondere Stärke liegt in der klaren Verständlichkeit: Durch die Verwendung von aussagekräftigen Ratings, grafischen Roadmaps und eines transparenten Aufbaus, findet sich der Leser schnell zu Recht und kann Information bei Bedarf überblicksartig rezipieren.
Bis Mitte Juli werden alle Reports veröffentlicht und hier downloadbar sein. Darunter sind Berichte u.a. zu Iran, Weißrussland, Südkorea, Türkei und Ägypten.

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Risiko Report Polen

Risiko Report Polen (05/2018)

Mit einer guten Konjunktur und stetig steigenden Konsumausgaben gilt Polen als überaus attraktiver Markt, eine gut ausgebaute Infrastruktur und viele Fachkräfte locken Investoren an. Seit 2015 hat der größte Nettoempfänger von EU-Transferleistungen aber gerade mit umstrittenen Justizreformen auch für viele Negativschlagzeilen gesorgt. Neben Spannungen mit Brüssel geht der rechtskonservative und konfrontative Kurs der regierenden PiS-Partei für ausländische Unternehmen mit gestiegener Unsicherheit über die politische Stabilität und die Zukunft der Wirtschaftspolitik einher. Auf welche Szenarien müssen sich ausländische Unternehmer und internationale Partner vorbereiten? Droht Polen der Verlust seiner Position als Topinvestitionsstandort in Mittelosteuropa?

Risiko Report Polen

Risiko Report Vietnam (05/2018)

Den Zusatz „Sozialistische Republik“ hat Vietnam noch nicht abgelegt, vom Thema Planwirtschaft ist aber nicht mehr viel zu spüren. Seit dem Reformauftakt in den 1980ern hat das Land eine einzigartige wirtschaftliche und entwicklungspolitische Erfolgsgeschichte erfahren, vor allem durch die Öffnung zur Globalisierung. Unternehmen profitieren von niedrigen Löhnen, Subventionen und Steuervorteilen – viele Firmen verlagerten ihre Produktion bereits z.B. von China hierher. Damit Vietnam im Sinne eines Best-Case-Szenarios auch in Zukunft die Stabilitätsinsel Südostasiens bleiben kann, sind Reformen vor allem im Justizwesen und bei der Korruptionsbekämpfung notwendig.

Risiko Report Polen

Risiko Report Mexiko (05/2018)

Mexiko gilt als dynamischer Standort für Handel und Investitionen nach Lateinamerika. Seit 2000 unterhält Mexiko auch ein Freihandelsabkommen mit der EU und deutsche Firmen beschäftigen im Land mehr als 130.000 Mitarbeiter. Andererseits gelang es der Regierung Pena Nietos trotz umfassender Reformen zuletzt nicht, auch die Wachstumsraten anzukurbeln. Neue Unsicherheiten haben sich für Mexiko aus den wiederholten Drohungen der USA ergeben, das NAFTA-Abkommen aufzukündigen, sollten sich die Partner nicht auf neue Ursprungsregelungen einigen können. Auch der Ausgang und die Auswirkungen der mexikanischen Präsidentschaftswahlen im Juli zählen zu den Herausforderungen, vor denen das Land in der näheren Zukunft steht.

Risiko Report Polen

Risiko Report Iran (05/2018)

Im kommenden Jahr feiert die Islamische Republik Iran ihr 40-jähriges Bestehen. Das Land verfügt über ein enormes Wirtschaftspotenzial, ist eines der rohstoffreichsten der Erde und seine etwa 80 Millionen Einwohner sind zum Großteil jung und gut gebildet. Außen- und innenpolitisch könnten dem Land nun jedoch stürmische Zeiten bevorstehen. Die großen Hoffnungen Teherans, mit dem 2015 geschlossenen Nuklearabkommen der internationalen Isolation auch wirtschaftlich zu entkommen, drohen sich zu zerschlagen. Gleichzeitig verlangt gerade die jüngere Bevölkerung lautstark nach Reformen und einer weiteren Öffnung des Landes. Welche Entwicklungspfade sind angesichts dieser schwierigen Lange denkbar?

Risiko Report Polen

Risiko Report Südafrika (05/2018)

Nach fast zehn Jahren im Amt hat der südafrikanische Präsident Jacob Zuma im Februar 2018 den Weg für Cyril Ramaphosa frei gemacht. Zwar alles andere als ein Politikneuling hatte sich dieser offen gegen Korruption und Filz in staatlichen Institutionen ausgesprochen, seine Wahl weckt Hoffnungen auf notwendige Strukturreformen auch in der Wirtschaftspolitik. In den letzten Jahren hatte die politische Instabilität Investoren ebenso verunsichert wie vernichtende Einschätzungen der Agenturen. Damit “der Neue” das verloren gegangene Vertrauen der ausländischen Unternehmen zurückgewinnen kann und das worst-case Szenario des Total-Crash ein unwahrscheinliches bleibt, wird er rasch für bessere Rahmenbedingungen und mehr Rechtssicherheit sorgen müssen.

Risiko Report Polen

Risiko Report Belarus (05/2018)

Oft als Europas letzte Diktatur beschrieben, wird Belarus seit 1994 von Präsident Alexander Lukashenko autoritär regiert und gilt international als isoliert. Im letzten Jahr war auf Proteste auch wieder eine Zunahme innenpolitischer Repression gefolgt. Gleichzeitig bemüht sich Minsk um bessere Beziehungen mit dem Westen und hat 2017 die Visumspflicht für EU-Bürger aufgehoben – gemeinsam mit einer für das Land revolutionären Liberalisierung der Digitalwirtschaft. Auf welche Szenarien müssen sich ausländische Unternehmer und internationale Partner vorbereiten? Wird Belarus der Spagat zwischen Moskau und Brüssel gelingen können?

Risiko Report Argentinien

Risiko Report Argentinien (02/2018)

Argentinien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Südamerika, verfügt über hohe Rohstoffvorkommen und kann Investoren mit vergleichsweise gut ausgebildeten Personal locken. Dennoch schreckt die Erfahrung aus dem Staatsbankrott von 2001 und die Wirtschaftspolitik unter dem ehemaligen Präsidentenehepaar Kirchner viele ausländische Unternehmen ab. Mit der Wahl des neuen Präsidenten Macri eröffnen sich nun neue Möglichkeiten einer investorenfreundlichen Wirtschaftspolitik.
Die Zukunft des Landes wird davon abhängen, ob und wie Macri mit dem Druck der Straße und der Opposition umgehen kann. Die Szenarien beschäftigen sich mit drei unterschiedlichen Ausgängen.

Risiko Report Italien

Risiko Report Italien (02/2018)

Italien ist eine der wichtigsten Wirtschaftskräfte innerhalb der Europäischen Union; weltweit zählt es zu den 10 größten Volkswirtschaften. Doch angesichts eines angeschlagenen Bankensystems, einer erdrückenden Steuerlast und einer extrem hohen Staatsverschuldung, die den Spielraum der Politik massiv begrenzt, gehört Italien auch zu den EU-Ländern, die ein vergleichsweise großes Risiko ausstrahlen. Sogar der Austritt Italiens aus der europäischen Währungsunion wurde in den vergangenen Monaten diskutiert.
Die Szenarien beschäftigen sich mit der Frage, welche Auswirkungen die im März 2018 anstehenden Wahlen und die damit verbundene Regierungsbildung für das Land haben wird: Vom kranken Mann zum Musterschüler Europas, durch ein fatales Wahlergebnis zum Wegbereiter einer europäischen Wirtschafts­krise oder dank eines breiten Regierungs­bündnisses zum stabilen, reformorientierten europäischen Partner?

Risiko Report Saudi-Arabien

Risiko Report Saudi-Arabien (02/2018)

Saudi-Arabien, derzeit der mit Abstand größte Ölexporteur der Welt und gleichzeitig von hohen politischen Einfluss in der Golfregion, befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Mit dem vom neuen Kronprinzen Mohammed bin Salman ausgerufenen Reformprojekt „Vision 2030“ will das Land u.a. seine Wirtschaft diversifizieren, Bildung und Forschung stärken und mehr ausländische Investoren und Touristen anlocken. Gegen diese umfassende Reformagenda regt sich in der Bevölkerung, aber auch im erweiterten Königshaus, teilweise hefiger Widerstand.
Deshalb ist es für die Zukunft Saudi-Arabiens von essentieller Wichtigkeit, wie und unter welchen Umständen die Umsetzung der Reformagenda gelingt. In den Szenarien wird u.a. dargelegt, wie sich ein Scheitern der Agenda auf die Liberalisierung des Landes aber auch auf die Beziehungen zu den Nachbarstaaten auswirken kann. Doch auch eine maßvolle Umsetzung der Agenda ist möglich, an dessen Ende sowohl eine verbesserte Menschenrechtslage als auch ein für Investoren lohnenswertes wirtschaftlich und politisches Umfeld stehen.